Craniale Dekompression

Durch diese Behandlung werden Spannungszustände in der harten Hirnhaut ( Duramater) beseitigt. Zum Verständnis dieser Methode muß man sich zunächst die Lage und Qualität dieses so entscheidendes Gewebes klar machen. Die Duramater ist zwar biegsam, aber nicht dehnbar. Sie umgibt wie ein Schlauch das ganze Zentrale Nervensystem, d.h. das Gehirn und das Rückenmark. Sie ist innen am Schädel an acht Punkten an verschiedenen Schädelknochen angeheftet außerdem am zweiten Halswirbel und am Steißbein: d.h. diese nicht dehnbare Struktur beeinflußt maßgeblich die gesamte Wirbelsäule vom Scheitel bis zum Becken. Bis ca. zum vollendeten vierten Lebensjahr sind die Bänder-und Knochenstrukturen des Schädels noch so flexibel (weich und dehnbar), daß sie sich nach der Beseitigung einer Blockierung im Kopfgelenkbereich ( KISS) selbst regulieren und gerade rücken können. Wenn ein KISS erst später erkannt wird, muß zunächst die Spannung aus der harten Hirnhaut beseitigt werden, um einen Rückfall nach Manipulation zu vermeiden. Das kann erreicht werden durch die craniale Dekompression der harten Hirnhaut. Die Methode wurde von Paul St. John im Rahmen der neuromuskulären Therapie entwickelt. Die neuromuskuläre Therapie (NMT) ist eine Technik, die in England und Amerika sogar an Universitäten gelehrt wird.

Zum weiteren Verständnis noch eine Information zum craniosakralen Rhythmus: Der Schädel bewegt sich in seinen Knochennähten rhythmisch 10-12 mal pro Minute, d.h. also nahezu im Atemrhythmus.


Das bewirkt eine Pumpwirkung auf die Hirnflüssigkeit. ( Die Nähte verknöchern nicht- wie früher angenommen- sondern bleiben offen bis ins höchste Alter). Über -die wie oben beschrieben- nicht dehnbare Hirnhaut wird dieser Rhythmus bis auf´s Steißbein übertragen. Das ist also der craniosakrale Rhythmus, den man mit den sehr sanften Methoden der craniosakralen Therapie auf das wirkungsvollste beeinflussen kann.
Mit der cranialen Dekompression werden die Voraussetzungen für einen Erfolg dieser Therapie und der Chirotherapie an den Kopfgelenken erst geschaffen. Die Behandlung ist sanft. Durch Dekompression (Ziehen an Haaren, Ohren, Nase) der Fascien wird eine Mobilisation jedes einzelnen Schädelknochens in seinen Nähten zum Nachbarknochen möglich und durchgeführt. Diese Therapie muß nur ein einziges Mal erfolgen. Der Organismus freut sich, wenn er die Spannung aus der harten Hirnhaut los ist und geht nicht von selbst wieder in diese Spannung hinein. (Spannungszustände durch einen akuten Unfall lassen sich danach meistens durch eine kurze Mobilisation am Becken regulieren). Diese Therapie ist natürlich auch die Voraussetzung für Besserung aller chronischen Beschwerden der Wirbelsäule bis ins hohe Alter.